Craft Beer

Handgebraut, echt und anders

Erlebe die Vielfalt der Biere

Schon um 5000 v. Chr. wird in Mesopotamien Getreide , wie Emmer und Gerste angebaut, um daraus Bier herzustellen. Dies macht es zu dem ältesten der Menschheit bekannten alkoholischen Getränke und hat seit dem seinen festen Platz in der Gesellschaft. Die Herstellung von Bier basiert seither auf dem gleichen Prinzip. Gekeimtes und getrocknetes Getreide (Malz), vermengt mit Wasser wird so lange gekocht, bis die darin enthaltene Stärke durch natürliche Enzyme in Zucker umgewandelt wurde. Dieser Zucker wird anschließend durch Hefe in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Was heute wissenschaftlich erwiesen ist, war in früheren Zeiten mit Magie gleichgesetzt. 

In Zeiten von industriell hergestelltem Bier, das immer gleich bzw. sehr ähnlich schmeckt, feiert das Bier eine Revolution. Die Zahl der kleinen Brauereien und Hobbybrauer wächst stetig. Ihnen ist das "Einheitsbier" der Industrie zuwider, sodass sie sich als Missionare verstehen, die den Menschen die Vielfalt der Biere wieder näher bringen. Denn diese besteht aus so viel mehr als aus Pils und Weizenbier. Die Brauer der Craft Beer Szene schöpfen dabei aus dem Vollen und bedienen sich der über 400 registrierten Hopfensorten, hunderten Malzsorten und nochmal so vielen Reinzuchthefen. Längst vergessene Bierstile wie die deutsche Gose, das belgische Wit, das englische Pale Ale oder das India Pale Ale feiern ihre Wiederauferstehung. 

Gerne informieren, begleiten und beraten wir dich bei der Auswahl deiner ganz persönlichen Entdeckungstour durch die Craft Beere unseres Kontors.

Kleiner Exkurs in die Welt der Bierstile

Ja,also, es gibt Pilsener, Kölsch, Weizen und Alster....

Das ist auf jeden Fall ein Ausgangspunkt an dem man ansetzen kann. Jedoch gibt es weitaus mehr als 200 Stile von Bier. Jeder Stil besitzt seinen ganz eigenen und unverwechselbaren Charakter. In unserem Bierkontor kannst Du aus 14 Stilen dein Lieblingsbier wählen:

Pilsener

Der Ursprung des Pilsener, ist auf das Jahr 1842 zurückzudatieren. In dem bürgerlichen Brauhaus in Pilsen (Plzeňský Prazdroj) wurde vom bayerischen Braumeister Josef Groll ein neuer Biertyp geschaffen, das Pils. Ein Pils ist ein untergärig gebrautes Bier, das in der Regel leicht hopfenbetont ist und eine deutliche Bittere aufweist. Es hat dadurch einen schlanken Körper und besitzt kaum Malzanteil.

Helles

Obwohl die Brauart die gleiche ist wie beim Pilsener, unterscheiden sich Pilsener und Helles deutlich in Geschmack und Geruch. Während das Pils eher trocken und hopfenbitter ist, schmeckt ein Helles malziger und vollmundiger. Dies liegt an der Verwendung von aromatischeren Malzen bzw. speziellen Karamell-Malzen. Einige Sorten gehen sogar ins Süßliche und haben Aromen von Honig. Die Bittere des Hopfens ist eher im Hintergrund. Super süffig und angenehm zu trinken, nicht nur an heißen Sommertagen. Bekanntester Vertreter des Hellen ist sicherlich das Münchener Hell. 

Lager

Lagerbier bezeichnet im Grunde keinen speziellen Bierstil, sondern ist ein Oberbegriff für Biere, die kalt vergoren werden (6°C – 9°C). Diese Biere wurden bereits im Mittelalter gebraut, was aufgrund von fehlenden Kühlmaschinen nur in den Wintermonaten möglich war. Um Im Sommer trotzdem auf das gute alte Lagerbier nicht verzichten zu müssen, wurden die Bierfässer in kühlen Höhlen oder Gewölben eingelagert. Daher der Name. Zu den Lagerbieren gehören beispielsweise das Helle, das Pilsener und das Märzen.

Kellerbier

Kellerbier (oder auch Zwickelbier) beschreibt ein helles, bernsteinfarbenes Bier. Durch die Verwendung von dunkleren Spezialmalzen schmeckt das Kellerbier malzaromatisch. Diese Malze werden durch Röstung hergestellt und bringen auch eine gewisse Süße mit in das Bier. Malzaromen und Hopfenaromen sind dabei eher ausbalanciert. Kellerbiere sind niemals filtriert, weshalb sie im Glas trüb erscheinen. Alle wertvollen Bestandteile bleiben dadurch erhalten. Oft enthalten Kellerbiere auch weniger Kohlensäure, was sie sehr süffig macht. 
Craft Beer Brauer kombinieren auch stiluntypische Rohstoffe miteinander, sodass das Kellerbier, das seit Jahrhunderten getrunken wird, eine kleine Renaissance erlebt und neu interpretiert wird.

Ale

"Ale" ist englisch und wird dort als Synonym für alle obergärigen Biere verwendet. Es ist das Pendant zu den Lagerbieren. Während die Gärung bei Lagerbieren eher kalt verläuft (6°C – 9°C), vergären die Ales bei deutlich höheren Temperaturen (17°C – 22°C), was deren Herstellung vereinfacht. Dieser Bierstil wurde vor allem von den Engländern geprägt und ist heute noch gebräuchlich. Eine deutsche Variante des Ales ist sicherlich das Kölsch oder ein Alt. Jedoch sollte man es niemals in der Öffentlichkeit erwähnen, da man Gefahr läuft, mächtig Ärger auf sich zu ziehen. Das verstehen die Kölsch-Trinker eben keinen Spaß. Auch ein Weizenbier ist aufgrund der wärmeren Vergärung ein Ale, auch wenn es niemand so nennt. Festzuhalten bleibt, dass Ale ein Oberbegriff für eine Gärart ist. Übrigens gibt es nur die kalte  (Lagerbiere) und die warme Gärart (Ales).

Pale Ale

Das Pale Ale (engl. "pale"= blass, "Ale"= Ale-Bier) kommt aus England und ist dort bereits seit dem frühen 18. Jahrhundert bekannt. Es zeichnet sich durch seine helle Farbe aus, die von Strohgelb bis Bernstein reicht. Diese erhält es durch die Verwendung von hellem Malz. Pale Ales sind hopfenbetont. Sie sind bei Craft Beer Brauern sehr beliebt, da sie viel Spielraum für Kreativität bieten. So steht mal die Süße des Malzes und mal die Fruchtigkeit oder Bitterkeit des Hopfens im Vordergrund. 
Der Alkoholgehalt liegt bei 4,5% bis 6% Vol.
Zahlreiche Untersorten des Pale Ales, wie das India Pale Ale (kurz IPA) oder das Imperial IPA zeigen die Vielfältigkeit dieser Bierart auf.

IPAs & Co.

India Pale Ale (kurz IPA) ist eine Unterart des Pale Ales und wurde der Legende nach aus der Not heraus entwickelt. Denn die Briten wollten auf den langen Schiffreisen und in ihren Kolonien nicht auf ihr geliebtes Bier verzichten. Um es länger haltbar zu machen, enthält es viel Alkohol und Hopfen, da beide Inhaltsstoffe antibakteriell wirken. 
Mit 6% bis 7,5% Alkohol sind IPAs sehr wuchtig. IPAs werden mindestens doppelt gehopft, daher sind sie sehr geruchs- und geschmacksintensiv. Je nach Hopfenart variiert der Geschmack zwischen Zitrusfrüchten, Honig, Harz oder Piniennadeln.

Eine noch stärkere Version stellt das Imperial IPA dar, das mindestens 8% Alkohol besitzt.

Sour

Sauerbiere ist kein echter Bierstil. Es beschreibt viel mehr Biere, die - Überraschung - sauer schmecken. Was erstmal merkwürdig klingt, ist ein wahres Geschmackserlebnis, das vor allem im Sommer richtig gut passt. Den sauren Geschmack erhält das Bier durch spezielle Hefen in Kombination mit Milchsäurebakterien. 
Bereits zu Napoleons Zeiten wurde Sauerbier als "Champagner des Nordens" gefeiert, verlor dann aber an Bedeutung. Dank Biersorten wie Berliner Weiße feiert das Sour seine Renaissance - und das zu Recht!

Ein besonderes Geschmackserlebnis ist die Gose, die neben der sauren auch eine salzige Komponente mitbringt. 

Porter & Stout

Das dunkle Porter kommt aus England und wurde während der Industrialisierung im 18. Jhd. zum Getränk der Arbeiterklasse, da es sehr reichhaltig ist. Geschmacklich steht das Malzaroma mit einer leicht säuerlichen, herzhaften Note im Vordergrund. Hier können auch Schoko-Kaffee-Noten zum Tragen kommen. Das Hopfenaroma spielt eine untergeordnete Rolle. Der Alkoholgehalt liegt bi 4% bis 5,5%.

Das Stout wurde als Getränk der besseren Gesellschaft entwickelt, die nicht das Bier der Arbeiter trinken wollte. Es ist etwas kräftiger und aromatischer als das Porter.

Weizenbier

Auch Weißbier oder Hefeweizen genannt, wird, wie der Name sagt, mit hohem Anteil Weizen- statt Gerstenmalz gebraut. Die obergärig arbeitende Hefe verleiht dem Weizen einen Geruch und Geschmack nach Banane. Die Farbe ist goldgelb, der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%. 
Besonders etabliert ist das Weißbier in Bayern.

Bockbier

Beheimatet ist das Bockbier in Einbeck bei Hannover. Aus dem ursprünglichen Bier "Einbeckischer Art", wurde durch fehlerhafte Übertragung "Einböckisch" und irgendwann nur "Bock". In Bayern kam das Bockbier im 17. Jhd. so gut an, dass der Einbecker Brauer in den Süden gelockt wurde. Mancher behauptet, der Brauer wäre sogar entführt worden.

Das Bockbier ist ein starkes Bier mit mindestens 6% Alkohol. Die normale Farbe ist Bernstein, heller ist der Maibock. Bockbier ist malzbetont, daher süßlich und brotig. Wegen des geringen Hopfenanteil ist das Bockbier kaum bitter.

Wer es noch stärker mag, greift zum Doppelbock.

Rauchbier

Das Rauchbier ist eine uralte Erfindung der Bamberger. Die Franken wollten auch im Winter ihr Bier brauen. Problem: Das Malz muss für die Bierherstellung getrocknet werden. Da im Winter Sonnentrocknung nicht möglich war, wurde es über offenem Feuer getrocknet. Daher bekommt das Bier sein rauchige Note, die an Schinken erinnert. Leicht malzig und wenig hopfig kommt das Rauchbier leicht süßlich daher. Schinken und Süße? Eine interessante Mischung, die einige Liebhaber findet.

Alkoholfreies

Craft Beer geht auch ohne Alkohol. Und das sogar sehr gut! Hier kannst Du das volle Geschmackserlebnis von Craft Beer ohne die Nebenwirkungen des Alkohols genießen. 

Das richtige Glas

Zum perfekten Biergenuss gehört das richtige Glas. Wir bieten passende Biergläser, damit die Aromen des Bieres voll zur Geltung kommen. Auch die Technik des Einschenkens spielt eine Rolle. Wie es perfekt gemacht wird, zeigt dir dieses Video.

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